DÜLLSTADT

Markt Schwarzach (Düllstadt, Münsterschwarzach, Gerlachshausen)
Marktplatz 1 - 97359 Schwarzach - Tel. 09324 97390 - Fax 09324 973939

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Tullstatt wird in einer Schenkungsurkunde an das Benediktinerkloster Münsterschwarzach bereits im Jahr 918 erwähnt. Villa Tullestat kommt sodann um 1266 als Vogteibesitz der Grafen zu Castell vor, der aber schon im Jahr 1306 wiederum an das Kloster Münsterschwarzach verkauft wurde. Die Castell hatten die Vogtei in Düllstadt von den Würzburger Bischöfen zu Lehen, und ohne deren Zustimmung hätte der Verkauf nicht vonstatten gehen können. Das Kloster Schwarzach war bestrebt, die Castell’schen Vogteien in den Orten um Schwarzach abzulösen indem es dieselben für sich ankaufte oder eintauschte. So erwarb es 1306 von den Grafen Heinrich II. und Friedrich dem Älteren zu Castell außerdem die Vogteien zu Sommerach, Nordheim, Dimbach, Reupelsdorf, Laub, Stadelschwarzach, Järkendorf, Kirchschönbach und Eichfeld. Der kleine Ort Düllstadt an der wichtigen, alten Handelsstraße zwischen Würzburg und Bamberg gehörte fortan stets zur nahe gelegenen Benediktinerabtei. Nach dem Schwedeneinfall wurde der Ort 1632 ganz zerstört und verlassen. Der Klosterhof geriet nach der Säkularisation 1803 an den bayerischen Staat, der ihn an Gutsbesitzer verkaufte.

 

Düllstadt hat einige gute Hofeinfassungen mit freistehendem Torwerk (18. Jh.). In der alten Mühle befindet sich heute eine Korbwarenmanufaktur. Der Mühlenhof wurde 1275 bereits erstmalig urkundlich erwähnt; über dem Hauseingang die Jahrzahl 1732, daneben das Wappen des Müllers.

 

Die katholische Filialkirche St Michael stammt aus dem Jahr 1688 und wurde vom Schwarzacher Abt als dem Dorfherren erbaut. In der Friedhofsmauer eingelassen ist ein Stein mit Wappen und gekreuzten Abtsstäben und der Inschrift: Wolfgangus Abbas Anno Domini 1557, möglicherweise ein Relikt der alten Abteikirche von Münsterschwarzach. A.C.

   Klosterhof

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