IFFIGHEIM

Gäste-Information Seinsheim (Tiefenstockheim, Iffigheim, Wässerndorf)
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Der Ortsname Iffigheim leitet sich nicht, wie man vermuten würde, von dem Iffbach ab, der den Ort durchfließt, sondern wahrscheinlich von dem Personennamen Uffo, der mit der Endung “heim” auf eine frühmittelalterliche Besiedelung im Zuge der fränkischen Landnahme hinweist. Im späten 13. Jahrhundert wird Uffenkein (1281) mehrfach genannt. Im 14. und 15. Jahrhundert erscheinen wiederholt Ritter von Iffigheim, die auch Castell’sche Lehen hatten; so übereignete zum Beispiel Graf Leonhard zu Castell um 1405 dem Otto von Ueffikheim ein Gut in Ziegenbach gegen Lehensauftragung eines anderen Gutes dortselbst. Die Herrschaftsverhältnisse in Iffigheim waren vielfältig und wechselten häufig, aber spätestens im 16. Jahrhundert geboten nur noch die Schwarzenberg, die hier schon um 1530 die Reformation einführten. Nach Konfessionswechsel der Landesherren wurde der Ort nach 1627 wieder katholisch. Iffigheim gehörte zur Schwarzenberg’schen Cent Seinsheim. Mit der Mediatiserung der gefürsteten Grafschaft Schwarzenberg 1806 fiel Iffigheim endgültig an Bayern.

 

Die kath. Pfarrkirche St. Johannes d. T. liegt erhöht inmitten des Ortes und ist über eine Treppenanlage von 1748 erreichbar. Sie wurde 1808 weitgehend neu gebaut, unter Verwendung des östlichen Teils des Langhauses. Der Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Einrichtung mit Kanzel und Altar ist klassizistisch (um 1808), während Eulogius Böhler erst 1898 das Deckengemälde mit der Taufe Christi und den vier Evangelisten fertigte. Der Evangelist Johannes hält ein Schriftstück in Händen, das nicht etwa auf das Evangelium verweist, sondern auf dem vermerkt ist, dass am 16. August 1898 zum ersten Mal die Post von Marktbreit nach Hüttenheim gefahren ist. Östlich der Kirche haben sich Teile der alten Kirchenburg erhalten.

 

Am Fuß der Kirchentreppe steht ein spätgotischer Bildstock mit der Hl. Dreifaltigkeit (1511), der 1959 nach dem Original erneuert wurde. Die Dorfmitte ziert ein barocker Brunnen mit vollständiger Ziehvorrichtung. J.D.

  Bildstock am Fuß der Kirchentreppe

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